Der Fuchs

Bild: Peter Fesenmeier
Bild: Peter Fesenmeier

Der Fuchs gehört zu der Ordnung der Raubtiere (Carnivoren) und zu der Familie der Hunde (Canidae). Zu dieser Familie gehören auch der Marderhund und der Wolf. Der Fuchs ist die meiste Zeit des Jahres ein Einzelgänger, nur zur Paarungszeit schließt er eine „Saisonehe“. Das Männchen hilft auch bei der Aufzucht der Jungen.

 

Damit der Fuchs anderen Revierbesitzern und Nahrungsmitbewerbern nicht in die Quere kommt und um im Winter eine Partnerin zu finden, muss er sich mit anderen Füchsen verständigen können. Dies macht er durch Laute, aber vor allem durch Duftsignale. Zu diesem Zweck besitzt der Fuchs Duftdrüsen am After, mit der er dem Kot gleich eine Botschaft mitgeben kann, im Maulwinkel, mit denen er beim Fressen Signale an Gräsern hinterlässt, an den Ballen der Pfoten, mit denen er „automatisch“ eine Duftspur beim Laufen hinterlässt. Zusätzlich besitzt er die sogenannte „Veilchendrüse“ an der Oberseite des Schwanzes. Deren Funktion ist zwar noch nicht genau bekannt, sie spielt aber wahrscheinlich auch eine Rolle bei der „Duftunterhaltung“. Außerdem markiert der Fuchs durch den Harn, wie es unsere Haushunde ebenfalls machen. Damit der Fuchs diese Signale auch aufnehmen und verstehen kann, hat er eine entsprechend gute Nase. Beim Menschen beträgt die Riechfläche nur 5qm mit 500.000 Riechzellen, der Fuchs hat eine 120qm große Riechfläche mit 225 Millionen Riechzellen!

 

Technische Daten:

Lebensraum: Hochgebirge bis Küste, Wald, Großstädte, also fast überall

Größe: ca. 60-90 cm lang, wiegt 4-10 kg

Nahrung: v.a. Mäuse, Vögel, Kleinsäuger, Insekten, Aas, Beeren

4-6 Junge, Junge mit 3-5 Monate selbständig

vorwiegend dämmerungsaktiv

 

Wussten Sie das

 

  • die Paarungszeit der Füchse mitten im Winter stattfindet
  • sich die Augen und Ohren der Jungfüchse erst im Alter von 2 Wochen öffnen
  • der Fuchs eine Maus noch auf 100 m Entfernung hören kann
  • dass Füchse gerne mal auf kleinere Bäume klettern
  • dass Füchse Vorräte verstecken für magere Zeiten – und diese auch wiederfinden

 

Kulturelles:

Der Fuchs ist schon seit dem 6. Jahrhundert vor Christus ein Sinnbild für Schläue und Verschlagenheit. Dies hängt vermutlich mit seiner besonderen Kopfform zusammen, die ihn listig aussehen lässt,  sowie seiner außerordentlichen Fähigkeit sich an verschiedene Lebensräume anzupassen. Auch  seine scheue Lebensweise mag dazu beigetragen haben, da lange nicht viel über seine Lebensweise bekannt war und man ihm also in aller Ruhe besondere Fähigkeiten „andichten“ konnte. 

 

 

Quellen:

Der Fuchs, K. Behrend & F. Labhardt, 1992, Gräfe und Unzer Verlag

 

Säugetiere, H. Hofmann, 1988, Gräfe und Unzer Verlag