PM:Kompensationsflächen in Stralsund: Versprechen an die Natur müssen eingehalten werden!
Wenn in der Hansestadt Stralsund für Bauprojekte wie den
Rügenzubringer, die Rügenbrücke oder neue Bebauungspläne Natur zerstört
wird, sollen sogenannte Kompensationsflächen den Verlust ausgleichen. Diese
Flächen sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz vorgeschrieben: Sie sollen
neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen schaffen oder bestehende aufwerten.
Doch die Realität sieht oft anders aus. Der NABU Stralsund hat in den letzten
Jahren durch eigene Beobachtungen festgestellt, dass auf einigen Stralsunder
Kompensationsflächen Lebensräume streng geschützter Arten zerstört wurden.
„Wer sich fürs neue Jahr vorgenommen hat, mehr für den Naturschutz zu tun, kann den guten Vorsatz gleich in die Tat umsetzen und mitmachen“. Wir treffen uns als Gruppe am 7. Januar um 10:00 Uhr am Stadtwald "An den Bleichen/Vogelwiese" in Stralsund. Interessierte sind herzlich willkommen.
Vögel zählen ab dem Dreikönigstag: Der NABU Stralsund ruft dazu auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden.
Der Interessenskonflikt was im Stadtgebiet Vorrang hat, wird von vielen Meinungen beeinflußt. Die unterschiedlichen Akteure fordern entsprechend soviele Rechte für sich ein, wie die Gesetze und Verordnungen hergeben. Das nackte Baugesetzbuch steht dem neuen blumigen „Masterplan Stadtnatur“ der Bundesregierung weitestgehend unversöhnlich gegenüber. Das gewünschte ‚Mehr‘ an Natur der Städter kann nur noch gemeinsam auf kommunalen Flächen ausgehandelt werden.